Exkursion KZ Dachau



Am 13.01.2026 besuchte die Schulklasse B11A51 im Rahmen des PuG-Unterrichts mit Frau Haider eine KZ-Gedenkstätte in Dachau.
Die Exkursion veranschaulichte die im Unterricht behandelten Themen Grundrechte sowie deutsche Verfassung und stellt einen direkten Bezug zur Geschichte des Nationalsozialismus her.

Das Konzentrationslager Dachau war ein Haft- und Arbeitslager, in dem Menschen systematisch entrechtet, ausgebeutet und getötet wurden. Es wurde am 22. März 1933 von den National-sozialisten unter der Leitung der SS errichtet und diente als erstes Modelllager für das gesamte KZ-System. In den überfüllten Baracken herrschten katastrophale hygienische Zustände, bewusstes Aushungern und Krankheiten, wodurch tausende Häftlinge starben. Die Gefangenen wurden zu schwerster Zwangsarbeit gezwungen, unter anderem in der Kiesgrube, oft ohne ausreichende Schutzkleidung oder Werkzeuge, stundenlang im Freien bei eisiger Kälte oder unter der prallen Sonne, was viele an den Rand des körperlichen Zusammenbruchs brachte oder den Tod zur Folge hatte.

Inhaftiert waren über 200.000 Menschen, darunter politische Gegner, Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle sowie weitere von den Nationalsozialisten verfolgte Gruppen, von denen mindestens 41.500 ermordet wurden – durch Erschießungen, Misshandlungen, medizinische Experimente oder tödliche Haftbedingungen. Besonders grausam waren die täglichen Appelle, bei denen die Häftlinge oft stundenlang regungslos zur Zählung stehen mussten, unabhängig davon, ob bei eisiger Kälte, Regen oder unter der brennenden Sonne. Viele brachen vor Erschöpfung zusammen oder starben. Orte wie das Brausebad dienten der Täuschung und psychischen Kontrolle, während der Bunker als Gefängnis für Folter, Einzelhaft und Hinrichtungen genutzt wurde und die brutale sowie unmenschliche Funktionsweise des Lagersystems deutlich machte. Konzentrationslager sind heute zentrale Mahnmale, die an die Verbrechen des Nationalsozialismus erinnern.

Bei unserem Besuch fühlten wir Trauer und Fassungslosigkeit, aber auch Entsetzen. Die Würde des Menschen spielte dort keine Rolle, der Tod war ständig präsent. Das KZ Dachau zeigte uns, wie wichtig es ist, aus der Geschichte zu lernen.

Der Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau hat uns als Klasse sehr nachdenklich gemacht und einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Besonders die Berichte über den Alltag der Häftlinge und die Bedingungen im Lager sind vielen von uns im Gedächtnis geblieben. In der Klasse waren wir uns einig, dass dieser Ort zeigt, wohin Hass, Ausgrenzung und rechtsradikale Ideologien führen können. Gerade im Hinblick auf heutige rechtsradikale Strömungen in Europa und auf der Welt wird deutlich, wie wichtig Erinnerung und Aufklärung sind. Demokratie und Menschenrechte dürfen nicht als selbstverständlich angesehen werden. Der Besuch hat uns gezeigt, dass solche Verbrechen nie wieder passieren dürfen und dass jeder von uns Verantwortung trägt, extremistischen Entwicklungen besonders heute entgegenzuwirken.

B11A51



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